Flyer und Anmeldung über DGAP hier
 

10. Forschungstag INFAP3 28./29. Juni 2023
 

Kreativität in der Psychotherapie
Grundlagen und Forschungsresultate

28./29. Juni 2024 am C. G. Jung-Institut Stuttgart
Tübinger Str. 21-23 - 70178 Stuttgart

"Das Schöpferische lebt und wächst im Menschen wie 
ein Baum im Boden, dem er seine Nahrung abzwingt."
C. G. Jung, 1922, GW 15, §11
 

Kreativität spielt beim therapeutischen Prozess und bei der Individuation als Wirkmechanismus 
für uns eine wichtige Rolle. Jung betonte immer wieder, dass im Menschen ein 
schöpferisches Prinzip wirksam ist. Hat er damit Kontakt, hat er Zugang zum Unbewussten, 
zu seinen Ressourcen und zu seinen Selbstheilungskräften. Psychische Probleme und 
Symptome entstehen, wenn dieser Kontakt verschüttet und keine kreative Bewältigung der 
Konflikte mehr möglich ist. In einer Therapie oder Analyse kann über die therapeutische 
Beziehung erneut ein Zugang des Ichs zum kreativen Unbewussten entstehen. Dabei können 
kreative Methoden wie symbolische Bildarbeit, Aktive Imagination, Sandspiel, Märchen und 
Mythenarbeit diesen Prozess unterstützen. 

Diese Veranstaltung findet in Präsenz statt und ist eine Kooperation zwischen dem 
Internationalen Netzwerk für Forschung und Entwicklung in der Analytischen Psychologie – Dreiländerebene (INFAP3), 
der Deutschen Gesellschaft für Analytische Psychologie (DGAP), 
der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Psychologie (ÖGAP), 
dem C. G. Jung-Institut Stuttgart (CGJIS) und dem C. G. Jung-Institut Zürich (CGJIZ).

Teilnehmer an dieser Veranstaltung erhalten Fortbildungspunkte. 
Der Antrag auf Akkreditierung wurde bei der Landesärztekammer BW gestellt.

Teilnehmerprofil: Aus-/Weiterbildungsteilnehmer*innen und Interessierte
Anmeldefrist: 14.06.2024
Teilnahmegebühren:  20 € (für Aus-/Weiterbildungsteilnehmer*innen kostenlos)

 

Programm

Freitag, 28. Juni 2024, 19.30 – 21.00

19.30 Vortrag – Prof. Dr. phil Verena Kast
„In creation you are created". (C. G. Jung)

 

Samstag, 29. Juni 2023  9.00 – 17.00

09.00 Begrüßung

09.15 Vortrag – Mag. Angelica Löwe
„Mondgeist“ – Erich Neumanns Überlegungen zum kreativen Prozess

10.15 Kaffeepause

10.45 Vortrag – Prof. Dr. med. Rainer Holm – Hadulla 
Die kreative Bewältigung von Verzweiflung, Hass und Gewalt.

11.45 Mittagessen mit Postersession

14.00 Vortrag  - Dr. med. Minou Nadji-Ohl
Von der Entspannung zur Kreativität

14.40 Vortrag - Tobias Becker; MA
Etwas in Worte fassen, was sonst schwer in Worte zu fassen ist. 
Die Arbeit mit Biographischen Märchen 
als narrativ-imaginative Methode in der Psychotherapie

15.10  Kaffeepause

15.35 Sandspielgruppe 
Bedeutung der Beziehung für Sandspielprozesse.
Auf dem Weg zu einer Sandspielstudie 

16.00 Podiumsdiskussion mit den Referierenden

17.00 Ende

 

Flyer und Anmeldung über DGAP hier
 

Übernachtungsmöglichkeit 
2 Gehminuten vom Institut entfernt: 

Hotel Royal

Sophienstraße 35, 70178 Stuttgart, Telefon: (0711) 6250500

Website:  Hotel Royal Stuttgart

 

Referierende und Abstracts

Tobias Becker, MA,Psychologischer Psychotherapeut, seit 2021 niedergelassen in eigener Praxis 
in Freiburg. Psychologie-Studium an der IPU Berlin. Ausbildung am C.G.Jung-Institut Stuttgart und am AWI Freiburg. 
Tätigkeiten als Klinischer Psychologe u.a. in der Klinik Arlesheim, der UPK Basel und der Thure-von-Uexküll-Klinik, Freiburg. 
Psychotherapie.becker@posteo.de; www.psychotherapiebecker.com)

Etwas in Worte fassen, was sonst schwer in Worte zu fassen ist. 
Die Arbeit mit Biographischen Märchen als narrativ-imaginative Methode in der Psychotherapie

Anhand von vier individuell erzählten Märchen wird eine narrativ-imaginative Therapie-Methode vorgestellt, bei der Patient:Innen einen Teil ihrer Biographie oder ihres Behandlungsprozesses in Form eines individuellen Märchens imaginieren und gleichzeitig erzählen. Die Methode stellt eine spezielle Form der Aktiven Imagination dar, so dass das Erzählen eines Biographischen Märchens als "Träumen mit offenen Augen" (Jung GW 14/2, § 365) beschrieben werden kann.

Die Methode der Biographischen Märchen habe ich 2013 bis 2014 im Rahmen einer Master-Thesis an der IPU Berlin erforscht. Die Master-Thesis wurde von Prof. Dr. Michael Buchholz und Prof. Dr. Lilli Gast betreut. Damals habe ich in einer qualitativen Studie halbstrukturierte Biographische Interviews mit sieben Probanden durchgeführt und untersucht. Seit 2014 verwende ich die Methode regelmäßig in stationären, teilstationären und ambulanten Psychotherapien.

Wissenschaftlich bewegt sich die Methode der Biographischen Märchen interdisziplinär zwischen Analytischer Psychologie, Psychoanalyse, Linguistik, Erzählforschung und Literaturwissenschaften.

Rainer Matthias Holm-Hadulla, Prof. Dr. med., ist Psychiater, Psychotherapeut und Psychoanalytiker (IPA). Er lehrt an der Universität Heidelberg und der Universidad de Chile sowie an verschiedenen Ausbildungsinstituten. Seine Forschungsschwerpunkte sind den Titeln seiner Bücher zu entnehmen: "Die kreative Bewältigung von Verzweiflung, Hass und Gewalt“ (2023); "Integrative Psychotherapie – ein schulenübergreifendes Modell anhand von exemplarischen Geschichten aus der Praxis“ (2. Aufl. 2021). "Leidenschaft – Goethes Weg zur Kreativität“ (3. Aufl. 2019); „Kreativität – Konzept und Lebensstil“ (3. Aufl. 2010).
 (rainer@holm-hadulla.com )

Die kreative Bewältigung von Verzweiflung, Hass und Gewalt

Kreativität, die Fähigkeit etwas Neues und Brauchbares zu erschaffen, ist ein Lebenselixier. 
Sie dient besonders der Bewältigung von Verzweiflung, Hass und Gewalt wie uns Sigmund Freud und 
Carl Gustav Jung vor Augen geführt haben. 

Die Grundbedingungen der Kreativität sind Begabungen und Talente, Wissen und Können, Motivation und Resilienz, produktive Persönlichkeitseigenschaften sowie fördernde und fordernde Umgebungsbedingungen. Diese Elemente entfalten sich in der alltäglichen Lebens- und Beziehungsgestaltung, in Wissenschaft, Literatur, Musik, bildender und darstellender Kunst auf jeweils besondere Weise. 

Psychische Krisen können kreative Prozesse anregen. Eine schöpferische Melancholie wurde schon in der Antike beschrieben und ist bei so unterschiedlichen Personen wie J. W. v. Goethe, Robert Schumann und Pablo Picasso sichtbar. Auch in der modernen Pop-Musik, besonders eindrücklich im „Blues“, ist die schöpferische Bewältigung von Versagungen und Verstimmungen ein grundlegendes Motiv. Die kreative Transformation von depressiven Verstimmungen und traumatischen Erfahrungen kann jedoch auch scheitern. Beispiele hierfür sind Jim Morrison und Amy Winehouse. Auch Hass und Gewalt sind zentrale Motive unserer Kultur, von Homers Ilias bis zu Morrisons The End und Jaggers Sympathy for the Devil.  

Sigmund Freud resümierte 1933 in "Warum Krieg?": "Alles, was Gefühlsbindungen unter den Menschen herstellt, muss dem Krieg entgegenwirken … Alles was Bedeutsam- und Gemeinsamkeiten unter den Menschen herstellt, ruft solche Gemeingefühle, Identifizierungen hervor. Auf ihnen ruht zum guten Teil der Aufbau der menschlichen Gesellschaft ... Alles, was die Kulturentwicklung fördert, arbeitet auch gegen den Krieg." Die afroamerikanische Dichterin Amanda Gorman fasst die kreative Transformation in ihrer „Hymne des Schmerzes“ zusammen: 
"Thus while we cannot terminate hate / We can transform it / Into a love that let’s us live!"

Verena Kast,  Prof. Dr.phil., Psychologin und Psychotherapeutin, war Professorin im Bereich 
anthropologische Psychologie an der Universität Zürich. Therapeutisch ausgebildet in Psychoanalyse Jungscher Richtung. Lehranalytikerin und Supervisorin am C. G. Jung Institut Zürich, Küsnacht. Massgeblich am dortigen Ausbildungsgang zum Supervisor, zur Supervisorin beteiligt. Autorin. Hauptinteressen: Vom Umgang mit Emotionen, Imaginationen und Träumen in therapeutischen Prozessen (kast@swissonline.ch)

"In creation you are created" (C. G. Jung)

Eine schöpferische Haltung zu gewinnen wird im therapeutischen Prozess nach C. G. Jung, im Individuationsprozess, geradezu als das therapeutisch Wirksame, neben und im Zusammenhang mit der therapeutischen Beziehung, angesehen. 

Grundidee und Grunderfahrung der Analytischen Psychologie nach C. G .Jung ist es, dass die Psyche sich schöpferisch verändert im Sinne der Selbstregulierung (Selbstorganisation): also schöpferisch ist, um aus einem Ungleichgewicht heraus, immer wieder in ein Gleichgewicht zu finden, Anpassungen an die Anforderungen von Aussenwelt und Innenwelt zu finden. Dieser schöpferische Prozess ereignet sich in den Beziehungen zwischen Innen und Aussen, der eigenen Psyche in der Auseinandersetzung mit dem Wahrnehmen der äußeren Welt, der anderen Menschen und der Kultur. Der schöpferische Prozess entwickelt sich zwischen zwei Polen, entwickelt sich, wenn man das Andere, das Gegenüber, das Du - und damit auch den konstruktiven Widerspruch - einbezieht. 

Schöpferisch sein, um die eigene Persönlichkeit im Laufe des Lebens zu gestalten. 
Schöpferisch zu sein als Grundhaltung, um mit inneren und äußeren Problemen, mit notwendigen Veränderungen und mit Zukunftsplänen umgehen zu können.  Wie soll das geschehen?

Die Imagination ist von Jung (und nicht nur von ihm) verstanden als "reproduktive oder schöpferische Tätigkeit des Geistes." Imaginationen verbinden die innere Welt und die äußere Welt – in emergenten symbolischen Bildern, öfter in szenischen symbolischen Darstellungen. Diese Idee entspricht auch neuen neurowissenschaftlichen Forschungen. Die Imaginationen haben heute – weit über die Jung‘sche Psychologie hinaus – eine große Bedeutung für die Selbstregulierung der Psyche, für den Umgang auch mit gesellschaftlichen Problemen etc. Man geht davon aus, dass Imaginationen große Wirkungen auf das Innenleben, aber auch auf die äußere Welt haben können.

Diese Ideen zum Schöpferischen haben einen großen Einfluss auf die psychotherapeutische Praxis: Imaginationen und die damit verbundenen Emotionen werden erfahren, sie sollen dann aber auch sichtbar oder hörbar gemacht werden, gestaltet: wie etwa in den Imaginationen, die man erzählt, in gemalten Bildern und in Darstellungen ganz allgemein.

 

Angelica Löwe, Mag. DGAP, IAAP lebt in Wien und arbeitet dort als niedergelassene Analytikerin. Ehemalige Redaktionsleitung der Zeitschrift Analytische Psychologie. Im Rahmen des Router-Programms arbeitet sie als Analytikerin und Supervisorin (Ungarn, Bulgarien, China). Sie unterrichtet im internationalen Rahmen und publiziert zu diversen Fachthemen. Zuletzt erschien: Life and Work of Erich Neumann: On the Side of the Inner Voice, Routledge 2020 (angelica.loewe@aon.at)

"Mondgeist" – Erich Neumanns Überlegungen zum kreativen Prozess

Erich Neumann, der seine kulturphilosophischen Schriften auch als Anregungen zu einer Kulturtherapie verstanden wissen wollte, widmete einen Großteil seiner Studien dem Ursprung sowie den Bedingungen des Schöpferischen im Menschen. Insbesondere seine Eranos-Vorträge geben hierzu Auskunft. Seine mythologisch-anthropologischen Studien zur Bewusstseinsgeschichte des Menschen und zum Formenkreis der Großen Mutter veranlassten ihn zur theoretischen Annahme von übereinander gelagerten Bewusstseinsschichten mit je unterschiedlichem Verhältnis zwischen Unbewusstem und Bewusstsein. In diesem Kontext benennt Neumann die Schicht des „matriarchalen Bewusstseins“ als Grundlage für das schöpferische Gestalten.

Die Autorin präsentiert einen Überblick zu Neumanns Kulturtheorie sowie zu seinen Überlegungen, menschliche Kreativität betreffend. Neumanns Annahmen zum „matriarchalen Bewusstsein“ sollen im Kontext einer frühen Skulptur von Alberto Giacometti sowie einer Zeichnung eines Patienten diskutiert werden.

Minou Nadji-Ohl, Dr. med. Aufgewachsen im Iran. Ausbildung zur Fachärztin für Neurochirurgie am ZKH St. Jürgen Str. in Bremen.  Seit 1994 in der neurochirurgischen Abteilung des Klinikum Stuttgart tätig,  leitende Oberärztin, Leiterin der Sektion Neuroonkologie. Aufbau der Neuroonkologie 2005. Initiierung und Realisierung des Projektes Kunst*Kraft*Werke als Kooperation zwischen der Staatsgalerie und dem Klinikum Stuttgart in Zusammenarbeit mit  Herrn A. Pinczewski, M.A. seit Juli 2023
 (nadji-ohl@klinikum-stuttgart.de )

Von der Entspannung zur Kreativität

Kunst kann nicht heilen aber zu Heilung beitragen. In den letzten zwei Jahrzehnten gab es einen großen Anstieg der Forschung über die Auswirkungen der Künste auf Gesundheit und Wohlbefinden. 2019 veröffentlichte die WHO einen Bericht, in dem über 900 globale Publikationen zu diesem Thema analysiert wurden. Dabei konnte gezeigt werden, dass kreative Beschäftigungen wie Tanzen, Singen oder Musizieren die Gesundheit und das Wohlbefinden, verbessern können.

Wissenschaftliche Untersuchungen auf den Gebieten der Neurowissenschaft, Neuroästhetik und Neuroplastizität konnten darstellen, dass die Beschäftigung mit Musik oder visueller Kunst nicht nur sensorische Areale im Gehirn aktivieren, sondern auch Hirnareale stimulieren, welche zu dem „Default Mode Network“ gehören, ein Netzwerk, welches im Ruhezustand aktiv ist und reflektierende, mentale Prozesse unterstützt. Die Beschäftigung mit Kunst fördert die Kreativität, verbessert die Kognition und das Gedächtnis, führt zu Entspannung, reduziert Angstzustände und verbessert somit die Lebensqualität. 

In Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart bieten wir unseren Patienten*innen mit Hirntumoren und ihren Angehörigen spezielle Führungen an, deren Themen auf Erkenntnissen neurowissenschaftlicher Forschungen auf dem Gebiet der Neuroästhetik basieren. Anders als in Selbsthilfegruppen steht die Auseinandersetzung mit der Erkrankung und deren Therapieoptionen nicht im Vordergrund. Das Projekte Kunst*Kraft*Werke bietet eine neuartige Plattform für Patienten*innen und ihren Angehörigen, in der für eine Weile der Blickwinkel auf ästhetische Erfahrungen gerichtet wird. In Zusammenarbeit mit der Uniklinik Tübingen findet eine wissenschaftliche Studie zur Evaluation der Kognition und Lebensqualität neuroonkologischer Patient*innen und deren Angehörigen bei der Betrachtung von Kunstobjekten im Rahmen des Projektes Kunst*Kraft*Werke statt.

Sandspielgruppe: In der Gruppe haben sich aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands und Österreichs, Kolleginnen zusammengefunden für einen Ergebnis offenen Forschungsprozess: Anna-Selina Daiß, Dipl. Kunsttherapeutin (FH), AKJP Schorndorf, CGJI Stuttgart; Eva-Marie Feine-Enninger, AKJP Stuttgart, CGJI Stuttgart; Caterina Heigl Hinterbrühl; Britta Herb-Kienzle, Dipl.-Soz. Päd. (FH) AKJP, CGJI Stuttgart; Birgitt Kreuter-Hafer, AKJP Schorndorf, CGJI Stuttgart; Prim. Dr. Judith Noske,  Psychoanalytikerin für Kinder und Erwachsene. Leiterin der Kinder- und jugendpsychiatrischen Abteilung Landesklinikum, Baden-Mödling, Hinterbrühl, ÖGAP. Elisabeth Schörry-Volk, AKJP Schwäbisch Gmünd, CGJI Stuttgart; Anke Seitz, Dipl.Psych. AKJP Ammerbuch CGJI Stuttgart.

Bedeutung der Beziehung für Sandspielprozesse – Auf dem Weg zu einer Sandspielstudie 

„Wie ist es möglich, sich der Bedeutung von Beziehung in therapeutischen Sandspielprozessen von Kindern und Jugendlichen anzunähern?“

Diese Frage stellt sich eine Gruppe von wissenschaftlich interessierten Analytikerinnen aus Deutschland und Österreich. Man trifft sich in einem ergebnisoffenen Diskurs alle 2-3 Monate online, um persönliche Erfahrungen mit dem therapeutischen Sandspiel auszutauschen, gemeinsam Material zu betrachten und nach geeigneten Forschungsinstrumenten zu suchen.

Gemeinsames Anliegen der Gruppe ist es, symbolische, interpersonale und intrapsychische Wirkkräfte in ihrer Wechselwirkung zueinander wissenschaftlich zu erfassen und daraus mögliche Schlussfolgerungen für die Bedeutung des Wirkfaktors Beziehung im therapeutischen Sandspiel abzuleiten.

In dem Vortrag wollen wir 

  • den Prozess der Gruppenauseinandersetzung mit all dem Suchen und Irren nachzeichnen (mit der Rechtfertigung, dass die Weise der Annäherung an eine wissenschaftliche Fragestellung das Fragen wie auch die Antworten mitbestimmt).
  • Die Untersuchungsinstrumente vorstellen: 
    • Fragebogen von Senges aus der Pilotstudie von Alexander von Gontard;
    • Selbstbezüglicher Kreis des Untersuchers und des Patienten aus der OPD; 
    • Strukturfragebogen der OPD anhand eines praktischen Beispiels vorstellen

Fragestellung formulieren und erste Ergebnisse beschreiben.

 

Flyer und Anmeldung über DGAP hier
 

Übernachtungsmöglichkeit 
2 Gehminuten vom Institut entfernt: 

Hotel Royal

Sophienstraße 35, 70178 Stuttgart, Telefon: (0711) 6250500

Website:  Hotel Royal Stuttgart

 

 

„The Process of Transformation“

Catholic University Freiburg, Germany; 4-6 Oct. 2024

 

Preliminary Program

for the IAAP/Catholic University Freiburg Joint Conference

(in cooperation with German Society for Analytical Psychology (DGAP) and International Network for Research in Analytical Psychology INFAP3)

The conference theme

Jung started to develop his own approach to psychodynamic psychotherapy with the idea (in his 1912 publication “Wandlungen und Symbole der Libido”, in which the term “Wandlung” = transformation is highlighted) that there is a universal process taking place in the transformation of the personality. Since then, in analytical psychology, the general idea is that the process of psychotherapy is directed by inner forces (e.g. the transcendent function, the archetype of the Self) which are activated in the therapeutic encounter. There is also the idea that this process has a universal shape and can be mapped accordingly. Moments of change or turning points in the course of therapy are facilitated by the appearance of archetypal patterns or symbols. This process is called the individuation process and its general form and stages have been described in Jung’s works in detail. This process forms the core of Jung’s psychology and continues to be the heart of analytical psychology. The attempt to map this process in its universal form is the reason behind Jung’s interest in alchemy, mythology (the hero’s journey) and spiritual traditions, because in all of these fields traces of this process can be found. This process has been described again and again in publications from the field of analytical psychology and in a large number of case descriptions. Nevertheless, in spite of the outstanding importance for analytical psychology, there have been few attempts to investigate this process systematically and in accordance with the rules and instruments of scientific research. 

The basic idea of all approaches to psychotherapy is to create conditions which bring about therapeutic change. The different schools of psychotherapy differ largely in how they explain the coming about of therapeutic change and the factors behind it. A major aim of the conference is to provide a forum for researchers to come together and have an exchange on how to approach the investigation of the process of transformation in different fields as well as to present their findings. This forum is not restricted to Analytical Psychology but will include other disciplines, especially psychodynamic psychotherapies and general psychotherapy process research.

The idea is to have a working conference in the sense that not only completed studies and findings can be presented but also research approaches and designs and these can be discussed together with other researchers regarding their applicability to the investigation of transformation processes. In this sense, the conference should also provide a space for discussion, cooperation and networking in the development of appropriate research approaches for analytical psychology in the future. 
We will welcome presenters from Germany, Switzerland, Austria, Italy, Great Britain, USA, Canada, 
Ukraine, France, Denmark, China, Japan, Korea and other countries.

 

Friday, Oct 4th

Welcome by the presidents of IAAP, DGAP, INFAP3 and Catholic University

Introduction to the conference theme: The process of transformation 

Prof. Dr. Christian Roesler, Freiburg/Germany

 

Keynote lecture: A reconstruction of Jung’s original method of psychotherapy and process model 

Prof. Dr. Sonu Shamdasani, London/UK

Keynote Lecture: Psychotherapy Science - State of the Art in psychotherapy process research and theoretical models

N.N. 

Parallel Breakout-Sessions: Conceptual research and research designs

 

Session 1

Antje Barber, Berlin/Germany: 
Specificities of the transpersonal - from Neumann to Ferrer
Results of hermeneutic research as a stimulus for the clarification of epistemological foundations

Luisa Zoppi, Rome/Italy: 
A Remarkable Development in Jung's Ideas: From Word Association Tests to Feeling-Toned 
Complexes to our Current Understanding of Trauma; 

Kevin Lu, London/UK: Jungian Psycho-Social Studies: 
Akira, Greta Thunberg, and Archetypal Thematic Analysis (ATA) 

Session 2

Hugo Trevisi, Nürnberg/Germany: In pursuit of transformation in the psychotherapeutic training: 
Psychotherapeutic attitude as a source of transformation in analytical psychology

Patrizia Heise, Freiburg/Germany: The hero’s journey reconsidered 

Iryna Semkiv, Lviv/Ukraine: War: mentalization and totalitarian state of mind

Poster Session

Sang Ick Lee/Korea: The individuation process represented in Western alchemical text ‘Rosarium Philosophorum’ 
and the concept of personality development of Eastern thoughts 

 

Saturday Oct 5th

Morning

Panel on Spiritual Transformation

A universal process of transformation can also be found in spiritual traditions, 
e.g. the exercises of Ignatius of Loyola, the Buddhist path etc. 
This section of the conference will provide a forum for investigations into these traditions, 
again with the aim to contribute to the description of a universal form of the process of transformation.

Keynote Lecture: The Spiritual Path of Transformation

Prof. Dr. Eckhard Frick, Jesuit Priest and Jungian Analyst, 
Anthropological Psychology/University for Philosophy and 
SpiritualCare/Technical University, Munich/Germany

The Spiritual Path of Transformation in the Symbolism of Gothic Cathedrals

The Gothic cathedrals of central Europe are covered - outside as well as inside - with symbols in the form of sculptures and paintings, which form an iconographic program delivering the Christian path to salvation and thus providing an example of a path of transformation (therefore called the biblia pauperum, the Bible of the poor/illiterate). But this official symbolism is only one layer of the symbolism contained in the Cathedral as a whole. Beneath this official layer of symbolism are more secret layers, including signs and symbols attached to the church by the guild of stonemasons, who formed a secret society and provided a path of initiation; finally, there is the hypothesis that alchemical symbols are attached to the church which can be read as a path of initiation/transformation according to the ideas of medieval alchemy. 

Official and secret layers of symbolism in the Freiburg Cathedral (Christian Roesler, Freiburg/Germany)

Lunch Break

Excursion to the Freiburg Cathedral (ca. 15 min. walk) with guided tour and visit of the market around the cathedral; lunch on the market with typical specialties of the region

Afternoon

Parallel Breakout-Sessions (two parts with coffee break in between)

Session 1: Spiritual and transpersonal transformation processes

Eckhard Frick, München/Germany: Godplaying – a psychodramatic experience (workshop)

Patrizia Peresso, Rome/Italy:  Preliminary study on the transformative process, 
an analyst and a Catholic priest comparing views

Liane Hofmann/IGPP Freiburg, Germany: Kundalini processes

Wolfgang Fach/IGPP Freiburg: Autonomy and Bonding as 
Structural Determinants of Individuation and Exceptional Experiences

Dawn Bunch, UK: Exploring the Imaginative Path toward Salvation 
and Individuation through St. Teresa of Avila and C.G. Jung

 

Session 2: Transformative processes in psychotherapy

Andrea Fontana and Team LUMSA, Rome/Italy: Psychotherapy of emotional and psychosomatic regulation: 
the transformational processes in psychotherapy in the light of polyvagal theory

Chiara Caprì, Valerio Colangeli, Rome/Italy: In the labyrinth of adolescent dysregulation: 
can fairy tales, myths and archetypes become Ariadne's thread?

Mary Coaten/UK: Dance Movement Psychotherapy (DMP) in Acute Adult Psychiatry : 
A Mixed Methods study

Monica Luci, Rome/Italy: Single case trans-theoretical meta-analysis 
of change moments in psychotherapy

Wei Zhang/China: Therapeutic Presence and Self Compassion: 
Exploring the encounter between analyst and patient

Chiedu Eseadi/South Africa: Appearance of Archetypal Patterns in Jungian Psychotherapy 
with a Neurodiverse Student: A Case Report

Session 3: Transformative processes in dream research

Brian Nuckols: Structural Dream Analysis in Analytical Psychotherapies: 
Addressing PTSD in Childhood Sexual Abuse Survivors

Patrick Jenni, Zürich/Switzerland: 
Structural Dream Analysis and transformative processes

Sarah Hall, UK: Dreaming Recovery: How a Jungian understanding of drug-dreams 
can assist patients in recovering from addiction

Evening

Tallis Ensemble performing Renaissance and Early Baroque vocal music

Sunday Oct 6th

 

Panel on Sandplay Therapy

Keynote Lecture: Mapping the Process of Transformation:  
Developments in Sandplay Therapy Research   

Dr. Lorraine R. Freedle, Neuropsychologist, President-elect of the International Society for Sandplay Therapy
and co-author of the first international meta-analysis on the efficacy of SPT, Hawaiʻi/USA)

Parallel Breakout-Sessions

Session 1: Sandplay Therapy research

George Jogho, Freiburg/Germany: 
Expressive Sandwork efficacy in refugee children: a randomized controlled trial

Annagreta König-Dansokho, Tübingen/Germany: 
A systematic of process patterns in pictures from Expressive Sandwork

Session 2: Art therapies

Leonor Dill, Salzburg/Austria: Archetypes in Music and Individuation – 
An Integrated Approach (Analyse der archetypischen Formensprache in Kompositionen 
bekannter Komponisten und Vergleich mit deren Biografie) 

Prof. Dr. Monika Wigger, KH Freiburg: Art therapy research

Session 3: German presentations

Sabine Grumann, Stuttgart/D: 
Eine Phänomenologie des Auftretens synchronistischer Ereignisse im Kontext von Psychotherapie

Sandspielgruppe: Bedeutung der Beziehung für Sandspielprozesse – Auf dem Weg zu einer Sandspielstudie

Final panel discussion aiming at formulating future research strategies as well as 
insights into the process of transformation. 

 

Information on travelling and accomodation

Flights: 

International Airport Basel/Mulhouse/Freiburg; one hour drive to Freiburg. 
There is a connecting bus service from the airport to Freiburg main station, 
for timetables see: https://www.freiburger-reisedienst.de/index.php?lang=en

Frankfurt International Airport: there is an hourly direct express train connection from the airport
 (Frankfurt Flughafen Fernbahnhof) to Freiburg taking approx. 
2 hours; for timetables see https://int.bahn.de/en

Trains: 

Freiburg main station is served by national and international express trains (Intercity Express), 
for information see: https://int.bahn.de/en

Local transport:

Tramline 4 connects the conference venue with main railway station; get off at stop: Tennenbacher Str. For more information see: https://www.vag-freiburg.de/

Hotels in walking distance

Kolping Hotel/Stadthotel https://www.hotel-freiburg.de/de/stadthotel-freiburg/

Hotel am Stadtgarten https://www.hotel-freiburg.de/

Motel One https://www.motel-one.com/de/hotels/freiburg/hotel-freiburg/

Mercure Hotel Freiburg am Münster https://all.accor.com/hotel/0492/index.de.shtml

 

 

 

 

 

 

Kontakt

Co-Präsidentinnen INFAP3

Isabelle Meier, Dr. phil.  Historikerin und Psychologin, Analytische Psychologie nach C.G. Jung und katathym-imaginative Psychotherapeutin. Lehranalytikerin am C. G. Jung-Institut Zürich, Küsnacht
 

Elisabeth Schörry-Volk, AKJP, Supervisorin am 
C. G. Jung-Institut Stuttgart
 

E-Mail: 
infap3@web.de

Anschrift: 
C. G. Jung-Institut Stuttgart
Tübinger Straße 21
70178 Stuttgart

Homepage:
www.cgjung-stuttgart.de

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